Projekt Carport-Aufbau

Das Carport wurde pünktlich geliefert, nachdem ich den Liefertermin nochmal um 4 Wochen verschoben habe, da unsere Einfahrt noch nicht fertig war…

Das soll also alles zu einem Carport der Firma Heinrich Meyer Werke zusammengebaut werden. Der Staplerfahrer hat es sozusagen nach Bauabschnitten abgeladen und sortiert. Interessant, dass wir nochmal 9 H-Anker bekommen haben, obwohl diese bereits vorab geliefert (und ja auch schon eingebaut) wurden. Zuerst habe ich die Kiste mit den ganzen Schrauben in Sicherheit (also ins Trockene) gebracht. Das Wetter war uns leider nicht immer hold… Aber der Reihe nach. Erstmal schauen, was sich so unter der Plane verbirgt.

Mit den Pfosten geht’s los. Zuerst müssen diese zurecht gesägt werden, da sie mit einer Standard-Länge von 250 cm ankamen, wir aber eine Höhe von 230 cm benötigen. Also mit der Kreissäge einen sauberen Schnitt gemacht. Beim 7. Pfosten schlich sich die Nachlässigkeit ein – ein kleiner Schnitt in den Finger. Autsch! Aber Pflaster drauf und weiter gehts. Micha war zur Unterstützung da und half gleich beim Streichen der ersten Lagen Holz mit der Schutzlasur von HK Remmers – Super Zeug und hatte dann auch dieselbe Farbe wie der Dachkasten nach dem zweiten Anstrich.

Mit René, Papa und Micha als Unterstützung ging es an den Aufbau des Grundgerüstes, nachdem die Bauteile dafür ihren ersten Anstrich hatten. Das war ein ziemliches Problem, da es im März doch immer wieder regnen sollte und es ja noch keinen Platz gab, wo man das Holz überdacht hätte trocknen lassen können. Also wurde gestrichen, gehofft, dass das Wetter hält und mit der Plane abends wieder abgedeckt. Die Pfosten kamen zuerst in die Anker und wurden immer mit der Wasserwaage ausgerichtet. Das konnte ich schon mal vorbereitend machen. Die Tragbalken konnte man allerdings nicht allen hoch hieven. Einer der Balken war 6m der andere 3 m lang und entsprechend der Statik ordentlich massiv. Ein Problem bestand schon mal darin, dass einer der Tragbalken ein Flitzebogen war – das konnte also heiter werden. Aber mit Spanngurten wurde dieser dann an seine korrekte Position gezogen.

Anschließend wurden die Kopfbänder im Schnelldurchgang mit ewig langen Schrauben zwischen den Pfosten und dem Tragbalken befestigt um dann die Sparren oben aufzusetzen. Es wurde gezogen oder gedrückt um alle Bauteile korrekt anzusetzen. Mit vereinten Kräften haben wir es aber geschafft.

Dann war wieder streichen, streichen, streichen angesagt. Die Dachlattung war der nächste Schritt. An sich keine schwere Sache, aber Fleissarbeit… zum Lagern wurden die Latten nicht nur unten aufgebockt, sondern direkt schon mal an ihre Zielposition geschoben – aufs Carport-Grundgerüst. Der Überstand wurde dann mit der Handkreissäge abgesägt. Erst haben wir noch überlegt, ob wir nach hinten noch einen längeren Überstand stehen lassen, aber am Ende doch dagegen entschieden.

hier liegen die Bretter nur auf, Verschrauben war dann auf jedem Sparren notwendig…

Der nächste Akt stand an und wog, keine Ahnung, wie viel Kilo… die EPDM Folie mussten nach der Verschraubung der Latten ebenfalls aufs Dach. Auch hier waren wieder 4 Mann notwendig, an das korrekte Legen der Folie wollte noch gar keiner denken, aber das wurde dann irgendwie zurecht gezuppelt.

Im Anschluss wurde die Blende verschraubt – eigentlich eine ziemlich simple Angelegenheit, wenn man nicht das Carport halb unter den Dachüberstand des Hauses geplant hätte… (auch das Verschrauben der Dachlatten war ein Akt, mit der Ratsche und hat enorm viel Zeit gekostet) somit war also Kreativität gefragt. Die beiden Blendbretter wurden also provisorisch zusammen geschraubt um dann bereits die Folie mit den Alu-Abdeckleisten zu befestigen. Diese Konstruktion wurde dann über die Kante geschoben und an den Sparren befestigt. Ziemliches Gefummel… die restliche Blende ging deutlich schneller von der Hand .

Nun konnte der Überschuss der EPDM-Folie entfernt werden. Die Folie auf der Alu-Kante hätte man noch dran lassen sollen bis der zweite Anstrich erfolgte… nun ja musste ich also z.T. nochmal abkleben 😉

Nun stand das Ding also schon mal ganz gut da. Jetzt ging es darum, die Materialien für das Gründach aufs Dach zu bringen: Schutzvlies, Drainageplatten, Trennvlies, Kies und Substrat. Das war ein ganz schönes Gewuchte, schlussendlich haben wir mit Micha’s Leiter eine Art Seilzug gebastelt. Auch die Kinder haben hier toll geholfen – „Hau ruck, hau ruck“ 🙂 Da hatten wir an einem Sonntag mal einen Rappel und haben alles an einem Tag hoch geschafft. Auch das provisorische Fallrohr musste installiert werden.

Für den Abstellraum war die Montageanleitung ein totaler Reinfall. Auch nach mehrmaligen Anrufen beim Hersteller gab es lediglich mündliche Informationen. Was ok war, aber auch das Material fehlte dann. Das wurde aber prompt geliefert – das war top! Es bedurfte also noch einiger Winkel und Schrauben fehlten ebenfalls. Nachdem also einiges an Improvisation gefragt war, war das Anschrauben dafür umso schneller. Zuerst musste aber wieder alles einem ersten Anstrich unterzogen werden. An der ersten Wand mussten wir noch ein wenig nachsägen, da wir offenbar beim Setzen der Pfosten nicht ganz Millimeter genau gearbeitet hatten… die Latten waren immer 3 mm zu lang. Dafür passten die anderen Latten recht genau. Die oberste musste dann immer zugeschnitten werden, das ging mit dem Parallelanschlag der Handkreissäge spielend. Zum Schluss noch die Tür einsetzen und tadaaa… Das Endprodukt ist wirklich toll geworden 🙂

Ein Tagewerk – Verkleidung für den Abstellraum streichen, mehrere Lagen übereinander gestapelt.
Fertig!

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