Projekt Terrassenbau

Um in der schönen Jahreszeit draußen auf einer richtigen Terrasse und nicht nur im Splittbett zu sitzen, hatten wir uns für eine Terrasse aus Holz, in unserem Fall Robinienholz, entschieden. Gefunden hatten wir diese bei Robinia Wood. Der Geschäftsführer war gleichzeitig auch Kundenberater und war super in der Kommunikation. Die Lieferung des Holzes war eigentlich für Mitte April geplant, was aber nicht eingetreten ist und somit erst mit mehrwöchiger Verspätung geliefert wurde. Die Abladung vom LKW erfolgte per Hand mit tatkräftiger Unterstützung unserer Nachbarn und dauerte somit lediglich wenige Minuten.

Im Vorfeld hatte ich die Fläche für die Terrasse mit Splitt abgezogen (immer mit Gefälle vom Haus weg), hatte mir nochmal zusätzlichen Splitt anliefern lassen, was aber wohl nicht nötig gewesen wäre – so kann man sich täuschen mit den Mengen. 4 Schubkarren reingekippt und 4 dann wieder rausgeschippt – anyway 🙂 Auf das Splittbett kam zunächst Unkrautvlie. Für die Unterkonstruktion haben wir uns für Platten als „Fundamente“ entschieden. Die Platten waren ehemalige Terrassensteine, welche ich bei Ebay-Kleinanzeigen gefunden hatte und die auch schon für unseren provisorischen Schuppen als „Unterlage“ hergehalten haben. Ich musste die Steine dann nur noch schneiden. Mit der Flex ging das wunderbar, mit der Kappsäge eher schwergängig – es musste ja auch nicht exakt sein, da man die Steine sowieso nicht mehr sieht. Auf diese Steine kamen kleine EPDM-Pads, auf welche die Unterkonstruktion, ebenfalls Robinie in 40×40 mm aufgelegt wurde. Festgeschraubt werden musste die Unterkonstruktion nicht, da die Terrasse ausreichend Eigengewicht mitbringt.

Die letzte Reihe der Unterkonstruktion habe ich auf dem Kantenstein (siehe rechts im Bild) festgeschraubt, da hier nur Latten mit 20x40mm zum Einsatz gekommen sind. Das hat aber wunderbar funktioniert. Einige Steine haben wir noch getauscht, damit wir nicht noch Höhenunterschiede auf der Fläche hatten. Die Terrassensteine hatten leider unterschiedliche Höhen, daher haben wir sie flächenmäßig getrennt (Danke an Andi für diesen großartigen Einfall!). Dann ging es auch schon ans Verschrauben der ersten Diele. Gestartet haben wir an der Hauskante, damit wir da keinen Schnitt auf 8m Länge machen müssen. Nach außen zu den den Kantensteinen hatten wir ja Spielraum durch die überstehende Unterkonstruktion.

Nachdem die erste Latte ausgerichtet und kurz fixiert war, ging es also daran, die Clips als Abstandshalter zwischen den Latten auf die Unterkonstruktion zu legen, die folgende Latte ebenfalls hinzulegen um dann die Verschraubung des Clips vorzunehmen. Eine elegante und somit verdeckte Verschraubung der Dielen. Zu Zweit haben wir in 4 Stunden etwa 16 qm verschraubt – es waren ja doch einige Latten (sie sind ja nur 80mm breit). Die Dielen mussten wir teilweise mit unseren Füssen „fixieren“, da einige nicht ganz gerade waren – ist halt ein Naturprodukt.

Die Randdiele wurde ebenfalls mit dem Clip-System an die vorletzte Diele verschraubt. Zusätzlich wurde sie aber sichtbar von oben nochmals verschraubt, damit sie nicht „hoch schüsselt“. Die Schraubenköpfe sind allerdings so klein, dass man sie fast gar nicht sieht. An zwei weiteren Tagen haben Berit und ich den Rest noch verschraubt.

Jetzt ging es noch ans Fein-Tuning . Alle Latten musste auf dieselbe Länge gekürzt werden, was mit der Handkreissäge wunderbar funktioniert hat. Von unserer ursprünglichen Idee eine runde Terrasse zu haben sind wir ja schnell weggekommen, da es einfach zu viel Verschnitt gewesen wäre, aber runde Ecken wollten wir doch haben. Also eine Art Zirkel gebastelt mit Stift und Schnur um einen schönen Radius hinzubekommen, angezeichnet und mit der Stichsäge sauber abgesägt.

Die Testecke sah gut aus, also ran an die nächsten…

Jetzt wurde noch ein wenig geschliffen um zu entgraten und dann die anderen Ecken entsprechend bearbeitet.

Et voilà, fertig ist das schwebende Terrassendeck 🙂 Eine erste Ölung hat sie ebenfalls schon erhalten.

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